Rezensionen

Kerstin Läpple bei Amazon am 27.02.2019 mit 5 von 5 Sternen:

Taxi in Stuttgart

Also, ich fahre seit 1986 in Stuttgart und muss sagen, es gibt so viele Parallelen, obwohl ich nur am Anfang nachts gefahren bin, aber in diesem Job menschelt es eben immer, ob Tag oder in der Nacht! Ich musste oft schmunzeln, weil ich einfach vieles ähnlich erlebt habe. Das Buch ist jedenfalls sehr kurzweilig geschrieben! Ich sage aber auch, unsere Fahrgäste, die oft fahren, könnten durchaus auch ein Buch über uns schreiben!

 

Kundenrezension bei Amazon vom 30.11.2018 mit 5 von 5 Sternen:

Christian Schmitz berichtet in seinem Buch „Der Fuchsflüsterer vom Zeltinger Platz“ aus seinem Alltag als Berliner Taxifahrer. Er erzählt von bizarren Fahrgästen, von den Vorzügen und Kehrseiten eines Lebens hinterm Steuer. Dabei hat Schmitz durchaus spannende Geschichten zu erzählen und erweist sich als minutiöser Beobachter unserer Gesellschaft. Neben kleineren Ausflügen in Betrachtungen über Gesellschaft und Kultur verliert er sich jedoch manchmal in Banalitäten: So berichtet er etwa von den Schwierigkeiten, bei den unterschiedlichen Ansprüchen der Fahrgäste winters wie sommers eine angenehme Temperatur im Taxi zu wahren oder auch der Sache mit der Toilette als Taxifahrer. Doch all dies gehört natürlich zu seinem Alltag und macht deutlich, dass auch Taxifahrer nur Menschen wie du und ich sind.
Der gebürtige Westberliner besticht sprachlich mit dem Witz und rauen Charme seiner Berliner Schnauze, lässt sich aber auch nicht lumpen, mal poetisch zu werden. Zwischen all dem Klamauk und den Kuriositäten merkt man Schmitz dabei an, dass er einen wissenschaftlichen Hintergrund hat, wenn es einmal nachdenklicher wird. Schlussendlich vermittelt er den Eindruck, dass es doch gar nicht so schlimm ist, als Akademiker der „brotlosen Künste“ am Ende „nur“ Taxifahrer zu werden: Als Taxifahrer hat man jeden Tag Kontakt mit Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, man trifft Promis und solche, die es gerne wären, ist immer unterwegs und kann dabei auch noch den ganzen Tag Radio hören. Völlig fremde Menschen erzählen die privatesten Dinge, und im Gegensatz zum Frisör muss man sie zumeist auch nie wieder sehen. Ganz selten kann es als Taxifahrer auch mal gefährlich werden, manchmal ist es schwierig, die Contenance zu bewahren, wenn mal wieder ein Idiot einsteigt, aber die meiste Zeit ist Taxi fahren, entgegen allen Annahmen, vielleicht doch einer der spannendsten Berufe, die es gibt.
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